Grundsätze der altoba-Mietenpolitik


Die Erträge aus den Nutzungsgebühren sind die finanzielle Grundlage für das Wirtschaften des Unternehmens. Die altoba geht sozial verantwortlich mit dem sensiblen Thema Mietenpolitik um. Die Belange der bei der Genossenschaft wohnenden Mitglieder werden ebenso wie die wirtschaftlichen Erfordernisse berücksichtigt.

Die altoba orientiert sich am Mietenspiegel – Vorstand und Aufsichtsrat haben gemeinsam in einer Mietenstrategie die darauf basierenden Grundsätze bei Neuvermietung und bei Mieterhöhung festgelegt.

Nachfolgend finden Sie die Grundsätze der altoba-Mietenpolitik, die seit 2020 gilt.

Anpassung der Nutzungsgebühren bei Neuvermietung:

Grundsätzlich erfolgt bei Neuvermietung eine Anpassung der Nutzungsgebühr auf 10 % über dem Mittelwert des jeweiligen Feldes im aktuell gültigen Mietenspiegel.* Ausnahmen:

  • Keine Senkung von Nutzungsgebühren: Liegt die Nutzungsgebühr bereits über der Zielmiete, gilt der Grundsatz, dass die Nutzungsgebühren nicht gesenkt werden.
  • Altbauten bis 1918: Bei den Altbauwohnungen bis Baujahr 1918 wird eine einheitliche Nutzungsgebühr in Höhe von € 9,20 nettokalt festgesetzt.
  • Neubauten ab 2011: In dieser Baualtersklasse wird im Einzelfall entschieden, ob eine Vermietung lediglich zum Mittelwert oder mit einem Aufschlag von 10 % erfolgt. Bei bestehenden Staffelvereinbarungen aus dem vorangegangenen Nutzungsverhältnis wird geprüft, ob diese Vereinbarung in einem neuen Nutzungsverhältnis fortgeführt wird.
  • Mitglieder-Bonus: Mitglieder, die seit mindestens 3 Jahren in einer altoba-Wohnung leben, werden bei einem Umzug innerhalb der altoba bei der Berechnung der Nutzungsgebühr bevorzugt behandelt und zahlen lediglich den Mittelwert des Mietenspiegels bei einem Umzug. Ausgenommen sind frei finanzierte Neubauwohnungen ab dem Baujahr 2002, Zertifizierungen, Wohnungsverbindungen und Altbauten bis zum Jahr 1918.
  • Umzüge aus Altersgründen oder aufgrund von Modernisierungen: In Einzelfällen behalten Mitglieder bei einem Umzug die aktuell vereinbarte Nutzungsgebühr pro Quadratmeter Wohnfläche. Dies ist bei Umzügen aus Altersgründen von einer großen, familiengerechten Wohnung in eine kleinere Wohnung möglich. Auch bei Großmodernisierungen ist bei einem Umzug in eine Wohnung mit vergleichbarer Qualität, Größe und Güte die Mitnahme der vereinbarten Nutzungsgebühr pro Quadratmeter Wohnfläche möglich.
  • Zertifizierungen: Für Wohnungen im altoba+ Standard werden die folgenden Nutzungsgebühren festgelegt:
Wohnfläche Zielmiete in € pro m²-Wfl. Gerichtsblock, Röhrigblock und Alt-Osdorf
25 m² bis unter 41 m² 9,33
41 m² bis unter 66 m² 9,33
66 m² bis unter 91 m² 9,43
Ab 91 m² 10,21


Anpassung der Nutzungsgebühren bei laufenden Mietverhältnissen:

Nutzungsgebührenerhöhungen nach § 558 BGB erfolgen frühestens nach 24 Monaten. Die Erhöhung beträgt max. 10 % der Grundnutzungsgebühr. Die Nutzungsgebührenerhöhung wird begrenzt auf den Mittelwert des Hamburger Mietenspiegels. Bei Altbauwohnungen bis Baujahr 1918 erfolgt eine Kappung bei Erreichen einer Grundnutzungsgebühr in Höhe von € 9,20 je m² Wohnfläche.

*Nachfragebedingt kann die Nutzungsgebühr in Einzelfällen reduziert werden.

Ansprechpartner zu dem Thema:

Die altoba-Mitarbeiter stehen bei Fragen zum Thema Nutzungsgebühr für die Mitglieder gern zur Verfügung. Mitglieder mit geringem Einkommen können über die altoba-Stiftung ein genossenschaftliches Wohngeld beantragen. Kontakt: info@altoba.de oder Tel. 040/38 90 10-0