„Hier kann man viel bewegen!“

Ein Interview mit den altoba-Ausbildungsleitern zum neu geschaffenen Ausbildungsangebot für Informatikkaufleute 

Christine Müller, Ausbildungsleiterin für die Immobilienkaufleute beim Altonaer Spar- und Bauverein (kurz: altoba), und Jakob Engelmartin, Ausbildungsleiter für die Informatikkaufleute sowie Berater in der Abteilung IT und Prozessmanagement, berichten über die Motivation der altoba, Informatikkaufleute auszubilden, Besonderheiten der Genossenschaft sowie über eigene Erfahrungen aus der Ausbildung.

Auf den ersten Blick vermutet man nicht, dass Wohnungsunternehmen – speziell Genossenschaften – Informatikkaufleute ausbilden. Warum gibt es diesen neuen Ausbildungszweig bei der altoba?

Jakob Engelmartin, Ausbildungsleiter für die Informatikkaufleute bei der altoba

Jakob Engelmartin: "Sicherlich gilt die Wohnungswirtschaft nicht als High-Tech-Branche. Wenn man aber genauer hinsieht, ist zu erkennen, dass diese Branche Informatikkaufleuten ein breit gefächertes Aufgabenspektrum bietet. Denn so, wie sich die IT in fast allen Bereichen dynamisch weiterentwickelt, machen Entwicklungen wie die Digitalisierung auch nicht vor der Wohnungswirtschaft halt. Da der Einsatz moderner IT eine hohe fachlich spezialisierte Kompetenz der betreuenden Mitarbeiter erfordert, möchte die altoba selbst gut qualifizierte Mitarbeiter ausbilden, um einem möglichen Fachkräftemängel im IT-Bereich vorzubeugen."

Was unterscheidet denn die Genossenschaft von anderen Ausbildungsunternehmen? Gibt es Besonderheiten der Ausbildung bei der altoba?

Christine Müller, Ausbildungsleiterin für die Immobilienkaufleute bei der altoba

Christine Müller: „Generell lässt sich die Zukunftssicherheit der Branche hervorheben. Wohnungen werden immer benötigt, sodass Wohnungsbaugenossenschaften sichere Arbeitgeber sind. Wenn wir konkret über die Ausbildung bei der altoba sprechen, profitieren wir natürlich von den Erfahrungen unseres langjährigen Ausbildungsangebots im Bereich der Immobilienkaufleute. Uns ist dabei wichtig, dass unsere Auszubildenden alle Unternehmensbereiche genau kennenlernen und deswegen in allen Abteilungen eingesetzt werden. Dort werden die Auszubildenden – zusätzlich zu der Ausbildungsleitung – von Ausbildungspaten betreut und begleitet. Darüber hinaus ist es unser Ziel, dass unsere Auszubildenden möglichst schnell selbstständig arbeiten und Verantwortung übernehmen können. Im Übrigen wurde die Genossenschaft zum siebten Mal in Folge bei dem Wettbewerb ,Hamburgs beste Arbeitgeber` ausgezeichnet, was auch ein Beleg für das gute Arbeitsklima und die Zufriedenheit der Mitarbeiter bei der altoba ist.“

Jakob Engelmartin: "Ergänzend lässt sich sagen, dass wir ein klassisches, mittelständisches Unternehmen sind. Hier sind Entscheidungswege kurz und man kann viel bewegen, da die Unternehmensorganisation nicht zu komplex und schwerfällig ist - so macht das Arbeiten Spaß! Ich habe übrigens, bevor ich zur altoba kam, eine Ausbildung zum Informatikkaufmann bei einer anderen Genossenschaft absolviert. Neben den fachlichen möchte ich auch meine persönlichen Erfahrungen nutzen, um die Auszubildenden auf ihrem Weg zu unterstützen."

Welche Ausbildungsinhalte werden vermittelt? Womit konkret beschäftigen sich Informatikkaufleute bei der altoba?

Jakob Engelmartin: „Einmal ist es Aufgabe von Informatikkaufleuten, Lösungen zu finden, die Unternehmensprozesse unterstützen oder vereinfachen. Dabei spielen auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte eine Rolle. Wir sprechen also nicht über einen nur rein technischen Beruf. Daneben umfasst das Aufgabenfeld bei der altoba beispielsweise die Steuerung der Unternehmenssoftware sowie der IT-Systemlandschaft, den IT-Support und den Bereich IT-Sicherheit. Spannend ist dabei, dass es nicht nur darum geht, das Funktionieren bestehender Prozesse zu gewährleisten, sondern auch neue Ideen zu entwickeln, um das Unternehmen voranzubringen. Wir haben zum Beispiel vor einiger Zeit für die Wohnanlagenbetreuer eine Lösung eingeführt, mit welcher sie über ihre Smartphones neue Arbeitsaufträge direkt mobil erhalten. Insgesamt bietet das Thema Mobile Devices, also das Einsetzen von Endgeräten wie Smartphones und Tablets, noch viele interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Zukünftig wird uns auch das so genannte Internet der Dinge beschäftigen. Das bedeutet – vereinfacht ausgedrückt – die Vernetzung verschiedener Systeme, z.B. Heizungsanlagen in den Häusern. Das sind nur einige spannende Aufgaben für uns, immer mit dem Ziel: Bestmögliche Unterstützung der Abläufe des Unternehmens.“

Welche Voraussetzungen sollte ein Auszubildender bei der altoba mitbringen?

Jakob Engelmartin: "Natürlich sollte eine starke IT-Affinität vorhanden sein. Da ein großer Teil der Arbeit aus Projektarbeit besteht, sollte der Auszubildende/die Auszubildende auch gute kommunikative Fähigkeiten haben. Aus meiner Sicht eine Selbstverständlichkeit: Die Arbeit muss Sinn ergeben. Soll heißen, wir machen keine Technik der Technik wegen, sondern um betriebliche Abläufe zu unterstützen - Betriebswirtschaft gehört also genauso dazu."

Christine Müller: "Darüber hinaus sind eine große Lernbereitschaft und Teamfähigkeit mitzubringen. Denn bei uns im Hause ist - auch abteilungsübergreifende - Teamarbeit sehr wichtig. Auch sollte der Auszubildende/die Auszubildende ausdauernd sein - schließlich geht es in der Abteilung auch manchmal darum, für bestimmte IT-Aufgaben Lösungen zu finden, die sich nicht gleich auf den ersten Blick erschließen."


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