Tod und Trauer gehören zum Leben – und zum Wohnen – dazu

01.11.2013

Hamburger Hospiz e.V. (Helenenstift) und Altonaer Spar- und Bauverein bieten Trauergruppe im Nachbarschaftstreff an.

Lebenslanges Wohnen im Quartier: Damit das auch im Krankheits- und Trauerfall gelingt, gehen der Hamburger Hospiz e.V. und der Altonaer Spar- und Bauverein eine Kooperation ein. Auftakt ist die Gründung einer gemeinsamen Trauerselbsthilfegruppe, die am 19. November um 18:00 Uhr im Nachbarschaftstreff Schützenblock mit einem unverbindlichen Informationsabend startet.

In der vertrauten Umgebung leben – auch im Krankheits- und Trauerfall: So wünschen es sich viele Genossenschaftsmitglieder der Altonaer Spar- und Bauverein eG (kurz: altoba). Doch nicht selten gefährdet eine schwere, voranschreitende Erkrankung den Verbleib in der eigenen Wohnung. Auch der Tod eines geliebten Lebenspartners kann die Kraft rauben, den Alltag alleine zu bewältigen. „Der Tod gehört zum Leben dazu – und somit auch zum gemeinschaftlichen Wohnen in einer Genossenschaft“, sagt Holger Kowalski, Mitglied des Vorstands der altoba. „Unsere Genossenschaft verfügt über starke nachbarschaftliche Netzwerke, die nicht zuletzt dann Kraft und Unterstützung bieten, wenn schwere Krankheit oder ein Trauerfall eintreten. Diese Form der Nachbarschaftshilfe möchten wir durch professionelle Angebote ergänzen.“

Die altoba und der Hamburger Hospiz e.V. bieten nun Mitgliedern, die von Trauer betroffen sind, an, sich in einer Gruppe zusammenzufinden. „Trauernde verstehen sich in besonderer Tiefe. In einer Gruppe können sie im Erzählen und Zuhören einander einfühlsam Trost spenden“, erklärt Angela Reschke, Psychologin im Hamburger Hospiz, das Konzept. Und das Konzept geht auf, wie die Psychologin aus 10-jähriger Trauerarbeit weiß. Denn auch über die wöchentlichen Treffen hinaus unterstützen sich die Gruppenteilnehmer ganz praktisch mit alltäglichen Dingen. Nach und nach kann so neuer Mut für das Leben ohne die geliebten Menschen wachsen. Zudem entstehen hilfreiche Kontakte und Freundschaften, die die Einsamkeit lindern und das Leben bereichern.

Die Kooperation zwischen der altoba und dem Hamburger Hospiz e.V. geht aber über eine gemeinsame Trauergruppe hinaus. Mitglieder und Mieter können sich rund um das Thema Sterben, Tod und Trauer vom Hamburger Hospiz beraten lassen. Zudem können sie an Informationsveranstaltungen und Führungen durch das Hospiz teilnehmen. Gut informiert kann nämlich der Verbleib in der Häuslichkeit auch bei schwerer Erkrankung gelingen. Zudem sollen Berührungsängste mit dem Hospiz abgebaut werden. Und schließlich kann bei Bedarf der Weg ins stationäre Hospiz geebnet werden. 

Moderation der Gruppe: Trauerbegleiterin Wiebke Gragert
Unverbindlicher Informationsabend: 19.11.2013 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
Gruppe: 3.12.2013 bis 25.02.2013,
Treffen wöchentlich jeweils 18:00 bis 20:00 Uhr.
Danach trifft sich die Gruppe ohne die Trauerbegleiterin weiter.
Ort: Nachbarschaftstreff Schützenblock, Stresemannstraße 307
Anmeldung und Beratung: 389075-204
und Email: hospizberatungsdienst@hamburger-hospiz.de


Pressekontakt altoba:
Silke Kok, Leitung Kommunikation und Soziales
E-Mail: skok@altoba.de
Telefon: (040) 38 90 10 - 190 - Fax: (040) 38 90 10 - 490
Internet: www.altoba.de
Büro: Max-Brauer-Allee 69 - 22765 Hamburg

Pressekontakt Hamburger Hospiz:
Angela Reschke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: presse@hamburger-hospiz.de
Tel. (040) 389075 - 204 - Fax: (040) 389075 - 127
Internet: www.hamburger-hospiz.de
Büro: Helenenstraße 12 - 22765 Hamburg


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