Buchpräsentation „Eine Genossenschaft und ihre Stadt.“

28.06.2012

Am 05.07.2012 präsentiert Dr. Holmer Stahncke im Altonaer Museum sein neues Buch: „Eine Genossenschaft und ihre Stadt. Die Geschichte des Altonaer Spar- und Bauvereins“. Das Buch berichtet von engagierten Mitgliedern und couragierten Gründungsvätern, aber auch vom einstigen Wohnelend in der Stadt Altona und ihrer Entwicklung zum beliebten Hamburger Wohnquartier.

Hamburg, 28.06.2012: Im Jahr 1892 wurde der Altonaer Spar- und Bauverein gegründet, um „billige, gesunde und nach Größe und Beschaffenheit den Lebensgewohnheiten des kleinen Mannes entsprechende Wohnungen in ausreichender Zahl zu schaffen“ (Quelle: „Prospect“ der Genossenschaft, 1892). 120 Jahre später verfügt die Altonaer Spar- und Bauverein eG (kurz: altoba) über rund 6.600 Wohnungen sowie 14.000 Mitglieder und hat das Bild des heutigen Bezirks Altona wesentlich geprägt. 

Gegen das Wohnelend in Altona

Zu einer Zeitreise durch die Vergangenheit der altoba lädt jetzt das Buch „Eine Genossenschaft und ihre Stadt. Die Geschichte des Altonaer Spar- und Bauvereins“. Autor ist der Historiker und Journalist Dr. Holmer Stahncke. Er präsentiert Fakten, Erzählungen und bisher unveröffentlichte Fotografien aus 120 Jahren und gibt beispielsweise einen Eindruck davon, welche Schwierigkeiten die Gründungsväter der Genossenschaft zu bewältigen hatten. 

„Mit seinem Anliegen, die elenden Wohnverhältnisse in Altona zu verbessern, erntete der Altonaer Spar- und Bauverein in seinen Gründungsjahren nicht nur Sympathien“, sagt Dr. Holmer Stahncke. „Die Stadt wollte lieber wohlhabende Neubürger als Einwohner und Steuerzahler gewinnen, statt Handwerkern und Arbeitern preisgünstigen Wohnraum anzubieten. Auf der anderen Seite polemisierten Sozialdemokraten gegen die Baugenossenschaften, weil diese angeblich mit guter Wohnqualität den Kampfgeist der Arbeiter schwächten.“ 

Hausverbot für Schwein und Ziege

Neben politischen, wirtschaftlichen und baulichen Herausforderungen waren es auch alltagspraktische Themen, die die Gründungsväter der Genossenschaft in den ersten Jahrzehnten zu bewältigen hatten. Beispielsweise das Thema der Tierhaltung, die in der entbehrungsreichen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ein hygienisch verantwortbares Maß überschritt: In Wohnungen, auf Balkonen und in Bodenkammern hatten Mitglieder Ställe errichtet, in denen sie zur Selbstversorgung Schweine, Ziegen, Hühner, Gänse, Enten und Kaninchen hielten. Eine unmissverständliche Umsetzung des Tierhaltungsverbots durch die Genossenschaft war die Folge. 

Am 05.07.2012 um 17.00 Uhr stellt Dr. Holmer Stahncke das Buch „Eine Genossenschaft und ihre Stadt. Die Geschichte des Altonaer Spar- und Bauvereins“ im Altonaer Museum, Museumstraße 23, 22765 Hamburg, vor. Im selben Haus ist noch bis zum 10.02.2013 unter dem Titel „Bei uns nebenan. Bauen und Wohnen in Altona“ eine Ausstellung zur Geschichte des Altonaer Spar- und Bauvereins zu sehen. Der Eintritt zur Buchpräsentation ist frei. Anmeldungen sind erbeten unter der altoba–Servicerufnummer: 040 / 570 188 855.

Das Buch „Eine Genossenschaft und ihre Stadt. Die Geschichte des Altonaer Spar- und Bauvereins“ umfasst 136 Seiten inkl. 120 historischer und Farbabbildungen. Es erscheint am 09.07.2012 im Dölling und Galitz Verlag, ISBN 978-3-86218-033-2, € 24,90. 

Pressekontakt:

Silke Kok, Kommunikation und Soziales
E-Mail skok@altoba.de
Telefonnummer 040 / 38 90 10 - 190
Telefaxnummer 040 / 38 90 10 - 490


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