Stolpersteine zum Gedenken an Familie Horwitz

Zum Gedenken an die jüdische Familie Horwitz, die 1939 aus der Genossenschaft ausgeschlossen wurde, hat der Altonaer Spar- und Bauverein im August 2014 die Verlegung von vier Stolpersteinen vor dem Haus Hohenzollernring 89 in Hamburg-Ottensen angeregt. Das Haus im Hohenzollernring war der letzte freiwillig gewählte Wohnort von Siegfried, Lieselotte, Rolf und Karin Horwitz. 1939 wurde die Familie aus der Genossenschaft ausgeschlossen, bevor sie 2 Jahre später nach Riga deportiert wurde. Dort kamen alle vier Familienmitglieder ums Leben.

Seit 1995 erinnert das Projekt Stolpersteine durch kleine, in den Boden eingelassene Gedenksteine an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Das Schicksal von Rolf Horwitz und seiner Familie wird in dem Buch "Stolpersteine in Hamburg-Altona. Biographische Spurensuche", geschrieben von der Historikern Birgit Gewehr, skizziert. Das Buch widmet sich Biografien von Menschen aus Altona, die bspw. wegen ihrer jüdischen Herkunft oder ihrer Homosexualität verfolgt wurden.

Das Buch ist im Stadtteilarchiv Ottensen und im Infoladen der Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg gegen eine Bereitstellungsgebühr erhältlich. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Stadtteilarchivs Ottensen.