Wiederaufbau und neue Landmarken

Das „Neue Altona“ 

Der Röhrigblock ist die letzte Großsiedlung, die der Spar- und Bauverein gebaut hat. (Bild: altoba)

Nach dem Krieg bleibt Hermann Jeddicke Vorstandsvorsitzender. Unter seiner Leitung werden nicht nur die beschädigten Häuser wieder aufgebaut. Schon bald baut die Genossenschaft im Gerichtsviertel und im Röhrigblock auch wieder Neubauten. Leitlinie ist das neue städtebauliche Ideal für den Wiederaufbau Hamburgs. Seit 1937 gehört Altona zu Hamburg. Die Häuser werden fortan in Zeilenbauweise inmitten von Grünflächen errichtet. Die alten geschlossenen Hofanlagen werden aber durch die neu eingeführten Kinderfeste zu neuem Leben erweckt. Es werden Spielplätze angelegt und erstmals auch Waschhäuser gebaut. 

1957 sind die Arbeiten am Röhrigblock beendet. Die Nachkriegsgebäude sind sämtlich als Zeilenhäuser gebaut. Der Röhrigblock soll mit seinen rund 1.200 Wohnungen die letzte Baumaßnahme des Spar- und Bauvereins im großen Stil bleiben. Für Großbauprojekte dieses Kalibers zeichnet im Nachkriegs-Hamburg die Neue Heimat verantwortlich. In den nächsten Jahrzehnten erwirbt die Genossenschaft deshalb nur noch Grundstücke, auf denen ein oder mehrere Häuser, wie am Luthergrund, gebaut werden können. Erstmals wird auch in anderen Bezirken gebaut. Waren die großen Wohnblocks jahrzehntelang Landmarken der Genossenschaft, treten an ihre Stelle jetzt herausragende Gebäude wie das Eckhaus am Altonaer Fischmarkt.

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Das Eckhaus am Altonaer Fischmarkt wurde vom Archiektenbüro Gerkan Marg und Partner entworfen. Bild: Oliver Heissner


Autor: Dr. Holmer Stahncke, Autor des Buchs: „Eine Genossenschaft und ihre Stadt.
Die Geschichte des Altonaer Spar- und Bauvereins.“ Erfahren Sie mehr über dieses Buch.